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Die Unanständigkeit der Zeit


Vorlage fuer ein
Theaterspiel in drei Akten

Autor:
Bee Seavers

Die Unanstaendigkeit der Zeit

Hamburg 2003

© Alle Rechte vorbehalten



Die Unanstaendigkeit der Zeit. Eine goettliche Satire ueber das Wesentliche im Keislauf des Seins. Ein rhetorisches Meisterwerk zwischen Himmel, Hoelle, Raum und Zeit. Die schonungslose Enthuellung ueber Glauben oder Wissen. Ein Festival
von Vergangenheit und Gegenwart. Ein literaisches Psychogramm ueber die Kausalitaet von Oben und Unten oder umgekehrt. Ueber
Nobelpreiskandidaten, Pfefferminztee und blonde Telegramme. Ueber Anfang und Ende, also alles oder nichts, oder doch ein bisschen anders?

Der Leser mit Zwergfell wird erleuchtet sein.



Die Unanstaendigkeit der Zeit

Das Telegramm

In dem Kaminzimmer saß Gott in einem alten Sessel mit großen Ohren und studierte im himmlischen Magazin gelangweilt die Stellengesuche irdischer Nobelpreiskandidaten. > Das ist doch immer derselbe Mist < zischte er Luzifer an, der durch die angelehnte Tür eingetreten war, ohne vorher anzuklopfen. Der spielte den Unschuldigen. > Wieso denn Mist, du bestehst doch sonst nicht darauf, das ich vorher anklopfe, oder?< > Wie, was ? < Gott legte das Geschreibsel zur Seite und sah seinen Schatten an. ‚Teuflisch’dachte er. ‚Er ist immer dann da wenn ich ihn brauche.’ > Gut, dass du gerade hier herum stehst. Kannst du mir einen Gefallen tun und Sarkasmus zu mir rufen, ich habe einen besonderen Auftrag für ihn.< Luzifer verzog die Augenbrauen. Aus seinem Mundwinkel entwich ein leichtes Pfeifen. >Das muss aber eine wichtige Aufgabe sein, wenn du deinen Sekretär persönlich sehen willst. Was könnte der denn tun was ich nicht auch kann? < Gott
schenkte Luzifer einen nachdenklichen Blick und verbrannte sich im gleichenAugenblick die Finger, weil sich seine Lektüre am Kaminfeuer entzündet hatte. > Autsch ! ist das heiß < und der folgende Fluch war göttlich. > In
der Hölle soll es viel heißer sein < bemerkte Luzifer lachend, während erschnell das Zimmer verließ, um sich dem Weihwasser zu entziehen, mit demsolche Unfälle normaler Weise gelöscht wurden. Etwas später stand Sarkasmus vor seinem schwarzgefärbten Schöpfer. Lachend hielt er seine Ironiemit der Hand, die sonst großzügig Auslauf an der langen Leine hatte. > Verschone mich mit deinen Bemerkungen und höre gut zu < sagte der Alte. > In einer dieser blöden Bewerbungsanzeigen für besondere Preisträger behauptet ein Kandidat, die Unanständigkeit in der Zeit gefunden zu haben.
Diese Frechheit hat er angeblich auf einer paradiesischen Insel entdeckt. In einer pauschal Absteige irgendwo unter Kokospalmen und Päderasten, die den Badestrand verunsichern. Das auch noch ausgerechnet in einem Jahrhundert, wo alles auf diesem Planeten so anständig daneben ging. Ich weiß wirklich nicht, wie dieser Mensch trotz aller Katastrophen seinen Sinnfür das wesentliche behalten konnte.< Sarkasmus rollte mit den Augen um sein Interesse an dieser Geschichte zu verbergen. > So? Ach ja! < erwiderte er, > und was soll ich nun in dieser Angelegenheit tun ?< > Du sollst die
Päderasten vom Strand auf die Palmen jagen < blödelte Luzifer herum, der neugierig hinter dem Sekretär stand und bedeutungsvoll auf einen Blumentopf mit einer Jucapalme zeigte. Die hatte sich der Alte einmal von Aphrodisiakum schicken lassen, seinem irdischen Botaniker. Der versuchte seit dem siebten Tag der Schöpfung den Erdbewohnern die Illusion zu vermitteln, dass sie die Potenz aller Lebensformen sind. > Also, ich muss doch sehr bitten < entrüstete sich der himmlische Vater. > Du kannst dir deinen Zynismus wirklich sparen .< > Genau ! < rief Sarkasmus in den göttlichen Monolog hinein. > Außerdem sind solche Bemerkungen meine Angelegenheit und noch nicht einmal der Teufel sollte mir dazwischen quatschen.< Es folgte eine Schweigeminute, in der Luzifer beleidigt aus dem Fenster starrte. > Also, kommen wir nun zur Sache oder was!< flüsterte der Sekretär in die Stille hinein. > Ich finde es unanständig von euch mir meine Zeit zu stehlen, wo jeder weiß, dass ich Tag und Nacht amSchreibtisch sitze und ein Buch über euch schreibe.< > Bravo! rief Gott, du bringst die Sache auf den Punkt. Siehst du, nicht umsonst bist du meine erste Schreibkraft.< Angewidert von so viel Schmeichelei erfand Luzifer einen Grund das Zimmer zu verlassen. War er doch nur die linke oder rechte Hand des Vaters. > Mein lieber Sarkasmus. Du wirst mit dem nächsten Flieger auf diese paradiesische Insel düsen und die Dinge der Zeit in Ordnung bringen. Am besten du legst dir ein Pseudonym zu, warte mal, äh...mh...ja!... das ist gut, du nennst dich Sergio, dass passt irgendwie gut zu deinem Aussehen und deinem Alter kommt das auch entgegen.< > Wie bitte?< entfuhr es Sarkasmus. > Was soll denn das bedeuten. Wieso sehe ich aus wie
Sergio und was hat dass mit meinem Alter zu tun ?< Der Gottvater grinste über die normale Breitspanne hinaus und hüstelte in seine Hand hinein.> Also Sarkasmus. Du weist doch das der Name Sergio über die Jahrhunderte hinweg für die Harmlosigkeit in der Geschichte der Menschen gedient hat. Ja ja, zugegeben, manchmal trugen irgendwelche Despoten oder kirchliche Würdenträger diesen Namen. Aber auch Idioten, Entdecker und Wohltäter haben sich unter diesem Pseudonym Lorbeeren verdient. Das schönste aber ist doch, das dieser Name durch seine Vielfalt so unauffällig
ist. Schließlich gibt es nach dem neusten Stand unserer Namenskartei 127 Millionen Idioten auf der Welt, das ist doch die perfekte Tarnung.< > Tarnung wo für? < fragte Sarkasmus, der seine Augenbrauen bis zur Nasenwurzel verbog. Luzifer, der an der Tür gelauscht hatte, hielt sein Bauch und konnte sich vor Lachen kaum noch aufrecht halten. > Du sollst dich als harmloser Idiot auf die Suche nach diesem Nobelpreiskandidaten machen und herausfinden, ob er die Unanständigkeit der Zeit gefunden hat. Dann kommst du zurück und beichtest unserem Vater.< Mit den letzten Worten prustete der Türrahmlauscher sein unterdrücktes Lachen voll hinaus, begleitet von den Resten einer schmackhaften Kekssorte, die in einer antiken verzierten Schatulle neben der Tür platziert war. > Luzifer!< entfuhr es dem himmlischen Vater. > Du hast von meiner geliebten Kekssammlung genascht, ohne mir etwas abzugeben. Das ist widerlich teuflisch und egoistisch. < > Momentmal! < rief Sarkasmus und zeigte mit dem Finger auf die Schatulle. > Das ist doch mein Geschenk an einen römischen Kaiser, überreicht als symbolische Geste während einer Audienz. Das war vor ungefähr zweitausend Jahren.< Der göttliche Gesichtsausdruck formte den weißen Bart zu einem Fragezeichen. > Ach ja? was soll denn das für eine symbolische Geste gewesen sein hä ?< Der Sekretär ignorierte den ironischen Zweifel in dieser Frage. > Ich saß damals als Senator auf einer weißen Marmorbank. Die kühlte so herrlich unseren Hintern, während der hitzigen Debatten im Plenarsaal. Eines Tages kam es zu einem heißen rhetorischen Meinungsaustausch mit den Hinterbänklern von der gegenüberliegenden Seite. Die saßen auf schwarzen Granit und behaupteten, weißer Marmor wäre für die Stabilität des Senats zu zerbrechlich. Der oberste Julius witterte Verrat an dem Charakter seines Naturgesteins. Er verlangte einen unmittelbaren Beweis für diese Behauptung. Es war gerade Frühstückszeit. Die Senatoren befreiten ihre
Arbeitsbrote aus den Landkarten des Reiches, in denen sie eingewickelt waren.
< Gott schüttelte den Kopf, so als wollte er etwas einwenden, ließ Sarkasmus aber dann weitererzählen. > Ich war der einzige, der eine Dose mit Gebäck dabei hatte. Die Einzelstücke waren besonders groß geraten.
darum wollte ich sie in zwei mundgerechte Stücke teilen. Das Zeugs war aber so trocken, dass es in tausend Teile zerbrach. Dabei wurden die Senatoren vor mir völlig vollgekrümelt. Die vergaßen im selben Augenblick ihre diplomatische Immunität, drehten sich zu mir um und prusteten mir schimpfend beleidigende Essensreste an den Kopf, weil sie ihre Münder zu weit aufgemacht hatten. Entsetzt über so viel Dekadenz römischer Essgewohnheiten flüchtete ich mit meiner Gebäckschatulle aus dem Schlachtfeld der rhetorischen Auseinandersetzung. Ich hatte die Nase voll von der Diplomatie und legte dem Senatspräsidenten mein Mandat vor die Füße. Ich öffnete die Keksdose und verglich die guten Sitten und die Haltbarkeit seines Reiches mit der Zerbrechlichkeit eines italienischen Butterkekses. < Gott nahm sich ein Keks aus der Dose. > Mh..., himmlisch dieses Gebäck.< Seine Augen verdrehten sich kreisförmig vor Hochgenuss, während er Sarkasmus anschaute. Dem wurde ganz schwindelig vom Augenspiel des Meisters. > Ich glaube, du verwechselst da etwas< murmelte der weishaarige Alte mit vollem Mund in seinen langen Bart, an dem sich etliche Krümel festgesetzt hatten. > Diese Schatulle ist das diplomatische Geschenk eines antiken Lorbeerkranzträgers an die Inquisition unseres himmlischen Großbäckermeisters. Das war etwa vor 2ooo Jahren, wenn ich mich recht erinnere. Damals mussten die Menschen auf der Erde kleine Brötchen backen, um zu überleben. Wir wollten uns eigentlich aus diesem Zustand heraushalten. Na ja. Dann entstand die Idee unseres verantwortlichen Konditors, den Leuten mit kleinen trockenen Keksen das Leben verlängern zu helfen. < > Und dann ? < fragte Sarkasmus. > Nun, später wurde die Ware an irdische Idioten weitergegeben, damit die Kekse unauffällig unters Volk gebracht werden konnten. Dabei hat dann auch irgendwie mein Sohn Sergio das Gebäck in die Finger bekommen und unter die armen Leute verteilt. Irgendwie hat ihnen dieses trockene Zeug aber nicht geschmeckt. Sie haben den damaligen Lorbeerkranzträger davon unterrichtet. Der hat dann dafür gesorgt, dass mein Sohn vorzeitig mit einem hölzernen Kreuz an unsere schöne Himmelstür klopfen musste, viel früher als geplant.< > Wie bitte ? < unterbrach Sarkasmus. > Na ja < sagte Gott, > ich finde, Kinder sollten in einem bestimmten Alter das Elternhaus verlassen, meinst du nicht? < Sarkasmus zuckte mit der Schulter.
Der Meister dehnte seinen Monolog weiter aus. > Also, später wurde die antike Schatulle beim Erzengel Gabriel als diplomatisches Geschenk abgegeben. Sozusagen als Beruhigungsmittel für mich, denn jeder weiß, dass ich keine Verwandtschaft um mich herum ertragen kann. < > Das wusste ich nicht < bemerkte Sarkasmus sichtlich betroffen. > Macht nichts< beruhigte ihn die tiefe Gottstimme. > Weist du, es gibt hier oben schon genug solche Leute die behaupten, irgendwie von mir abzustammen, um bei mir eine kostenlose Unterkunft zu bekommen. Und dann auch noch einen eigenen Sohn, der zu früh nach Hause will. Ich habe ihn etwas später wieder zurück auf die Erde geschickt. Aber dort wollte ihn keiner mehr haben. Seitdem ist er wieder hier oben und belegt eines der teuersten Hotelzimmer.
Weil ich die Rechnungen nun schon seit 2000 Jahren bezahle, ohne das ich sie von der Steuer absetzen kann, habe ich beschlossen, meine Vaterschaft zu widerrufen. Seitdem habe ich zwar keinen Sohn mehr, aber die Hotelrechnungen werden trotzdem weiterhin von meinem Konto abgebucht. Unglaublich, nicht war? < > Du hattest einen Sohn der Sergio hieß, mit einer Keksdose ? < fragte Sarkasmus erstaunt seinen Märchenerzähler.
> Nein <, entgegnete ihm der Alte. > Zuerst kam Sergio und dann die Keksdose. Aber was soll das alles, die Keksdose war doch pure Diplomatie. Der Name Sergio war auch nur ein Pseudonym, sein richtiger Name war...<
>Jesus ! < zischte Luzifer in den Raum hinein. > Genau ! < ergänzte Gott diese Bemerkung. > Jesus hieß er und ich muss sagen, es war ein Fehler, dass er seinen Namen mit dieser Keksmasche verbunden hat. Wäre er bei Sergio geblieben, nie und nimmer wäre er hier so frühzeitig herauf gekommen. Wie ich schon früher erwähnte, gab es auch schon damals Millionen Idioten mit diesem Namen. Aber Jesus, wer hieß schon Jesus zu dieser Zeit. Sehr auffällig, sehr auffällig, dass muss ich zugeben, aber seine Mutter wollte diesen Namen.< Gerührt starrte Sarkasmus seinen Meister an.
>Du meinst, ich habe wirklich Ähnlichkeit mit deinem Sohn ? < > Begrenzt, nur begrenzt < prustete Luzifer in die Situation hinein. > Mit deinem Alter kommt das hin, aber hast du schon jemals trockene Butterkekse unter die Leute gebracht, die kurz darauf in einem Kolloseum von ausgeliehenen Löwen eines römischen Wanderzirkus verspeist wurden ? < > Wieso Zirkus? < fragte Sarkasmus, > ich dachte die Fütterung und der Handel mit Zirkusgetier stand auch schon damals unter Strafe? < Der Gottvater verdrehte wieder seine Augen. > Mein Gott, mein Gott, was haltet ihr euch an Kleinigkeiten auf. < Luzifer streckte seinen Kopf bei dieser Bemerkung verwundert nach vorn. Dabei sah er sein Gegenüber misstrauisch an.
> Komisch <, dachte er, > immer wenn es um die Begleichung von alten Rechnungen geht, bringt er seine Position als Gott ins Spiel und alles unter ihm wird zu einer irdischen Profanität. Irgendwie hat er was teuflisches an sich. < Es klopfte an der Tür. Ein Kardinal aus dem Mittelalter stand mit seiner verstaubten Würde auf wackeligen Füssen. Sein heiliges Mäntelchen roch merkwürdig nach alten Käse. In seiner linken Tasche steckte eine angebrochene Flasche Wein. Luzifer rümpfte lustvoll seine Nase und bekam Appetit. > Entschuldigung oh Herr, ich wollte sie nicht stören, aber es ist sehr wichtig. Ein Telegramm ist vom Vatikan geschickt worden und enthält schlechte Nachrichten. < Die Stimme des Postboten eierte merkwürdig herum. Sein Atem hatte eine unangenehme säuerliche Mischung aus Wein und Käse was den Eindruck untermauerte, das er ein notorischer Säufer sein musste. > Warum muss immer alles schlecht sein, was vom Vatikan kommt ? < fragte Gott, ohne eine Antwort abzuwarten. > Noch so ein kostspieliges Hotelunternehmen, dessen Rechnung ich seit Jahrhunderten begleichen muss. Und was bekomme ich als Dank dafür ? Und dann dieser Direktor, der von mir eingestellt wurde. Wie heißt er gleich noch mal .....äh.. < > Pontifex ! < rief Luzifer mit verächtlichem Mundwinkel dazwischen. > Ach ja, jetzt erinnere ich mich <. Gott nickte zustimmend mit dem Kopf der gleich darauf in tiefe Nachdenklichkeit verfiel. Luzifer klopfte sich den Staub von seinem schwarzen Seidenanzug, weil der antike Kirchenmann gehustet hatte und sich seine mittelalterlichen Ablagerungen über die Anwesenden im Zimmer verteilten. Er verabscheute diese Grufties, die in ihren staubigen Talaren den Bazillus des Opportunismus durch die Zeitgeschichte trugen und die sich selbst noch nach Jahrhunderten bei Gott dafür bedankten, dass sie im Vatikan einmal umsonst übernachten durften.
Außerdem ärgerte er sich noch immer über den missglückten Versuch, selbst einmal einen kostenlosen Urlaub in diesem Hotel zu verbringen. Damals war er schon in der Empfangshalle äußerst nachlässig begrüßt worden. Angeblich gab es gerade einen heiligen Kongress in der Stadt und deswegen waren alle Zimmer ausgebucht. In der Bar und im Restaurant wurde er von purpurroten Aushilfskellnern bedient, die eine teuflische Ähnlichkeit mit seinem eigenen Spiegelbild hatten. Hinterher stellte sich aber heraus, das es sich um eine einheitliche Berufskleidung der Bischöfe handelte, die sich im Hotelbetrieb des Vatikans ihr heiliges Trinkgeld verdienten. Beim Service wurde Luzifer ausgesprochen christlich versorgt. Sämtliche Cocktails waren mit Weihwasser angesetzt. Die Speisen lagen als hauchdünne Oblaten auf riesigen Platztellern, umringt von Nikoläusen, die auf einer Serviette verewigt waren. Als er sich dann auch noch über so viel Nächstenliebe beschweren wollte, wurde er des Hotels verwiesen mit der Bemerkung, er möge sich zum Teufel scheren. Spätestens da bemerkte er, das man ihn in seiner Persönlichkeit nicht erkannt hatte und er murmelte ein paar ‚ Satanische Verse’ vor sich hin, die ohne seines Wissens in naher Zukunft einem indischen Schriftsteller beinahe das Leben kosten sollte.
> Herr, die Nachricht vom Vatikan < hüstelte der altersschwache Kardinal Der fuchtelte mit dem Telegramm durch die Luft, was noch einmal viel Staub aufwirbelte. Luzifer versuchte als erstes das Stück Papier zu erreichen. Aber er verfehlte in seiner Eile das Ziel der Begierde. Mit teuflischen Schwung fiel er gegen den kirchlichen Senior in der Tür. Der streng gläubige Kurier verlor seinen höllischen Respekt gegenüber dem himmlischen Gleichgewicht. Er fiel zu Boden und zerbrach in mittelalterliche Fossilien. > Oh man ! < feixte Sarkasmus, > dass passt ja toll in ein Kapitel meines Buches. Überschrift: Im Himmel vom Teufel erschlagen ! <